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June 2013 - Nr. 6

Mann o Mann, was für ein Frühling! Die janze Welt spielt verrückt! In Ottawa gibt es den Skandal im Senat. In Toronto Skandal um den Bürgermeister. Beschuldigungen werden verteilt auf allen Seiten, aber die leidigen Geschichten nehmen kein Ende.

Am meisten hat et mich jeärgert, was man über Richard Wagner zu seinem 200. Jeburtstag verbreitet hat. Es mussten da natürlich die politischen Ansichten des Komponisten breitgetreten werden. Garantiert hat es ooch andere Künstler gegeben nicht den goldenen Mittelweg jegangen sind, und da wird nicht ununterbrochen drauf rumjehackt.

Is ja noch nicht lange her, det hier inToronto protestiert wurde, weil man Richard Wagner Opern aufführte, dabei muss man zugeben, det seine Werke künstlerisch mehr als nur wertvoll sind, sondern als Meisterwerke betrachtet werden.

Ick persönlich bin nicht scharf uff Wagners ellenlange Opern. Ick kann mir einen besseren Zeitvertreib vorstellen, als 5 oder mehr Stunden stillsitzen zu müssen. Mir reicht es die paar besonders schönen Arien und Passagen zu hören und mir den Rest nur vorzustellen.

Watt mir so richtig freut is, det es nun diesen Sommer nicht janz so heiß werden soll, wie man es uns vorher hat weiß machen wollen. Für uns alte Hasen ist es nicht jesund, wenn es zu heiß wird.

Ärgern tut mir, det man Kindern nu ooch noch das Fach Musik entziehen will. Wissen diese Leutchen denn nicht, det Musik und Mathematik einander fördern? Is ja schlimm jenuch, det Eltern für die körperliche Beweglichkeit ihrer Kinder uffkommen müssen, und nun wird ooch noch vorjeschlagen, det geistige Bewegung ooch unterminiert werden soll.

Politiker sind wahrhaftig mit Blindheit jeschlagen, oder ist det Dummheit, oder sind es Ihre Berater, die Finanzexperten, die immer die falschen Menschen bestrafen wollen.

Nun ja, watt soll ick mir uffrejen. Nu is es bald Vatertag und man soll die Feste feiern, wie se fallen, wenn Sie mir frajen, aber mir fracht ja keener.

Also daruff een Molle

Ihr Eberhard Kurt Walter

 
Eberhard Kurt Walter kommentiert im Berliner Dialekt mit Humor und Satire aus deutsch-kanadischer Sicht.
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Eberhard Kurt Walter, kommentiert, Kommentare, Berliner Dialekt, Humor, Satire, deutsch-kanadisch, Kanada

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