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June 2014 - Nr. 6

Also wissen Se, nun isses aber gut! Wenn ick so sehe, wie sich die politischen Parteien in Ontario gegenseitig beschuldigen, jeht mir der Hut hoch. So eene Kampagne hab ich noch nie jesehn. Det jeht uff keene Kuhhaut nich mehr, wat die sich genseitig annen Kopp schmeißen. Dieses „tit for tat“ ist echt albern, wie Kinder, die im Sandkasten mit Dreck schmeißen.

Die eine Partei kann nicht rechnen, die NDP hat keene richtige Plattform nicht, und, so leid es mir tut, die einzige, die eenen Langzeitplan hat, der Sinn macht is Kathleen Wynne.

Icke würde nur gern von den Grünen hören, die würden die Themen bereichern und mal uff een paar Sachen eingehen, die unbedingt adressiert werden müssen. Aber die dürfen ja mich mal an den Debatten teilnehmen.

Und wenn man sacht, det wenn Zwei sich zanken denn freut sich der Dritte… Nee, diesmal nicht! Die auslösende Partei wird wohl der große Verlierer werden und sich nachträglich schwarz ärgern. Da kann es dann ooch noch ne Ablösung am Helm geben. Die beiden andern werden ooch keene Mehrheit kriegen, also wird es eine Minderheitsregierung geben, und det heißt natürlich, det noch weniger geschafft wird als je zu vor, was denn über kurz oder lang zu neuen Wahlen führen wird und wer zahlt det alles? WIR! Is ja klar. Aber die Demokratie lebte mal wieder hoch.

Aber det is ja noch nicht alles. Uns stehen ja auch noch die Wahlen für Torontos Bürgermeister vor der Tür. Im Moment löft ja noch alles recht zivilisiert ab. Aber warten Se mal wenn Mr. Ford aus seiner Rehab kommt. Dann geht der Zirkus wieder los! Wir wissen, det die Katze det mausen nicht lässt, egal wie gut wir sie füttern. Glaubt irgendjemand echt daran det 2 Monate lockere Ferien Charakter ändern? Muss man nur mal Leute fragen, die mit Alkoholabhängigen und Crackgebrauchern zu tun hatten. Det is ein irrer Kampf. Stress kann man da nicht brauchen, sonst fällt man wieder um. Det liecht in der Natur der Sache.

Ick finde, det von all den Kandidaten eigentlich nur John Tori jeeichnet wäre. Aber wer hört schon uff mich? Olivia Chow hätte in Ottawa bleiben sollen. Da könnte sie mehr Gutes tun. Die brauchen da ooch einen moralischen Watchdog.

Also, wenn Se mir frajen, aber mir fracht ja keener, denn wünscht man sich fast ne freundliche Diktatur bei dieser verkorksten Demokratie.

Aber wat soll ick mir uffrejen. Hat mir der Arzt strengstens verboten. Also, denn setz ich mir unter meinen Boom und trink mir een kühles Blondes.

Daruff eene Molle

Ihr Eberhard Kurt Walter

 
Eberhard Kurt Walter kommentiert im Berliner Dialekt mit Humor und Satire aus deutsch-kanadischer Sicht.
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Eberhard Kurt Walter, kommentiert, Kommentare, Berliner Dialekt, Humor, Satire, deutsch-kanadisch, Kanada

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